Sonntag, 28. April 2019 um 13 Uhr

Nie wieder Ausgrenzung!                                                  Benefiz-Show mit über 20 Künstler*innen

Benefiz für ein Mahnmal am Sterntor, das der Menschen gedenkt, die auf Grund ihrer sexuellen Orientierung gefoltert und getötet wurden. Dies darf nie wieder geschehen, obwohl es in vielen Ländern noch täglich passiert.

Mit Julia Kempken, Uschi Unsinn, dem Burlesque Ensemble der roten Bühne, Sybille Mantau & Sigfried Mai, Impro-Kabarett Volle Möhre, Grumbach & Grumbach, Trällerpfeifen, Uwe Wartha, und Künstler*innen des Paradies Cabarets.

Trotz Erfolgen wie die Durchsetzung der „Ehe für alle“ 2017 und die Einführung des dritten Geschlechts „divers“ 2018 ist Homophobie und die Ausgrenzung von LGBTIQ*-Menschen in Deutschland leider nach wie vor alltäglich. Jens Spahn ruft derzeit zu einem Verbot von sogenannten Konversionstherapien auf, und bei homophober Gewalt ist in Deutschland die Tendenz sogar steigend, ebenso in vielen anderen Teilen der Welt.

 

Das Theater rote Bühne veranstaltet eine Benefiz-Matinée mit Showprogramm und einer Tombola. Initiatorin ist neben Julia Kempken die Polit-Dragqueen Uschi Unsinn. Anlass ist die Neugestaltung des zukünftigen Magnus-Hirschfeld-Platzes am Nürnberger Sterntor. Schon seit 2013 steht dort eine Stele zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. Zu Ehren von Magnus Hirschfeld, einem Pionier der Sexualforschung und der Homosexuellen-Bewegung, soll ein Ort zum Verweilen und Wohlfühlen, aber auch zum Gedenken und Reflektieren entstehen. Zusätzlich soll dort ein Mahnmal für lesbische Frauen, die homophober Gewalt zum Opfer gefallen sind, errichtet werden.

 

Das Theater rote Bühne lädt zu dieser Benefiz-Show ein, um das Thema Ausgrenzung weiter in den Fokus zu rücken. Mehr als 20 Künstler*innen haben sich bereit erklärt, in diesem Rahmen ein Statement zu setzen und unterhalten mit einem bunten Programm – dazu gibt es kleine Köstlichkeiten. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Neugestaltung des Magnus-Hirschfeld-Platzes zugute.

 

 

Ein ernstes Thema, zu dem sich das Theater rote Bühne optimistisch, positiv und sehr unterhaltsam positionieren wird.

 

Eintritt: VVK € 20,-*/18,-** || AK € 24,-/12,-**

** zzgl. VVK-Gebühren von Reservix
* Ermäßigte Preise gelten für Schüler, Studenten, Azubis und Schwerbehinderte.

Karten ohne Vorverkaufsgebühren erhalten Sie an unserer Theaterkasse.

Reservierungen hier.

Für diejenigen, die nicht zur Veranstaltung kommen können, aber die Sache trotzdem unterstützen möchten:
Unser Spendenkonto:

Kulturverein rote Bühne e.V.
IBAN: DE50 7606 0618 0006 4269 64
Verwendungszeck: "Nie wieder Ausgrenzung!"

Bis 200 € gilt der Kontoauszug als Spendennachweis für das Finanzamt.
Bei höheren Beträgen bitte Spendenquittung anfordern.

Künstler*innen u.a.:

www.gaycon.de
www.gaycon.de

Uwe Wartha liest zum Thema Queere Erinnerungskultur für homosexuelle Opfer in Berlin.

 

Die Trällerpfeifen:

Polit-Drag-Queen - Uschi Unsinn

www.uschiunsinn.de

 


Über Magnus Hirschfeld:

Magnus Hirschfeld war einer der Pioniere der Sexualwissenschaft und einer der Hauptinitiatoren der weltweit ersten homosexuellen Emanzipationsbewegung. 2018 wäre er 150 Jahre geworden. Er war Arzt und Jude und schrieb schon über Homosexuelle, als Deutschland noch einen Kaiser hatte. Für die Nazis war er der "Apostel der Unzucht". Er beschrieb "Das Dritte Geschlecht" - nicht Mann, nicht Frau, sondern irgendetwas dazwischen; forschte über "sexuelle Zwischenstufen". Er berichtete auch über Männer in Frauenkleidung, was damals so unbekannt war, dass er selbst den Begriff dafür erfinden musste - Transvestiten. "Eine Untersuchung über den erotischen Verkleidungstrieb" heißt seine bahnbrechende Forschungsarbeit aus dem Jahr 1910.

Würde man Hirschfeld mit den heutigen Begrifflichkeiten einordnen wollen, so könnte man sagen, dass er ein schwuler Mann war, der voll und ganz hinter dem Konzept der Diversity – der Vielfalt – stand. Und der zumindest einen kleinen Grundstein zur heutigen Queer-Theory gelegt hat, laut der es neben dem biologischem Geschlecht Elemente gibt, die losgelöst von gesellschaftlichen Normierungen zu einer variantenreichen (sexuellen) Identität eines Menschen führen.

www.mh-stiftung.de